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Organizing

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Das Leben von uns ArbeiterInnen ist voll von Geschichten über Kämpfe, Perspektiven und Sehnsüchte, die wir täglich miteinander teilen.

Wir erzählen sie uns auf dem Weg zur Arbeit oder auf dem Heimweg. Wir halten an tollen Geschichten fest, teilen sie miteinander und manchmal werden wir besonders leidenschaftlich, wenn wir sie in Text, Bild oder Video zu neuem Leben erwecken. Momente werden wiedergegeben, während wir unseren Kaffee vor der Arbeit trinken, wenn erfahrene KollegInnen uns aus ihren rebellischen Jugendzeiten erzählen, wenn ein/e KollegIn uns beruhigt, nachdem wir von der/dem ChefIn auseinander genommen wurden, und wenn wir versuchen uns mit unseren Liebsten nach der Arbeit zu entspannen.

Erfahrungen der ArbeiterInnenklasse vom Erzählen ihrer Geschichten wurde von denjenigen die eine bessere Welt aufbauen wollen, nicht ernst genug genommen. Auf einer menschlichen Ebene ist die Welt des Erzählens von Geschichten eine Mine in der viel über Kultur und Kämpfe die alle von uns verstehen sollten, die sich mit ihnen herumschlagen und daran teilhaben, gelernt werden kann. Vor allem dann, wenn wir daran glauben das es gewöhnliche Menschen sind, die gesellschaftlichen Missstände aufheben. Noch weitergehend ist die Idee, dass selbst das Erzählen von Geschichten über Kämpfe und unsere Arbeit Menschen verändern kann.

Es liegt etwas sehr machtvolles in dem Prozess der Beteiligten, eine Sprache für ihre Erfahrungen in Kämpfen zu finden.

Geschichten zeigen ihre Wirkung nicht erst nach dem wir denken und fühlen. Das Erzählen von Geschichten ist ein Akt der Reflexion und des Denkens. Sie stellen nicht einfach nur das dar, was wir denken; das Erzählen einer Geschichte erzeugt neue Gedanken und verändert die zurückliegenden. Wir haben wahrscheinlich alle schon einmal eine Veränderung gespürt, nachdem wir anderen eine Geschichte erzählt haben. Wenn wir uns mit unserer PartnerIn auseinandersetzen, ihr/m zuhören und in Worte fassen, was uns passiert ist, erfahren wir neue Sichtweisen auf unsere Handlungen. Auch kritisiert zu werden, verändert unsere Erinnerungen auf eine Situation und Fehler. Gut Durchdachtes zeigt sich in anderem Licht. Es liegt etwas sehr machtvolles in dem Prozess der Beteiligten, eine Sprache für ihre Erfahrungen in Kämpfen zu finden.

Dieser Prozess beinhaltet beides: die Dinge, die uns geschehen sind, und wie wir sie in Worte fassen. In der Umwandlung von Erinnerungen in die Realität vollzieht sich eine emotionale und fantasievolle Wandlung. Als Lesende stellt sich Erstaunen über großartige Arbeit ein, das kann uns mitreißen, kann uns mit starken Gefühlen erfüllen, uns motivieren und unseren Blickwinkel auf das Mögliche und Notwendige verändern. Die Rekonstruktion dieser Geschichten bewegt uns dazu, diesen Prozess von zwei Seiten aus zu sehen. Als Teilnehmende in sozialen Kämpfen und als eine Möglichkeit daran teilzuhaben.

Die Veränderungen unserer Ideen, Emotionen und Vorstellungskraft durch Geschichten eröffnen einen Raum für weitergehende Arbeit. Die eigene Stimme zu erheben ist ein wichtiges Element auf der Reise, ein/e RevolutionärIn zu werden.Scott Nappalos | IWW Mitglied und Mitherausgeber von „Lines of Work. Stories of Jobs and Resistance„.

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Organizing

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The lives of working class people are filled with stories people share every day about their struggles, perspectives, and aspirations.

Working class life is woven together with the stories people share every day. We go over them on our rides home, we hold onto dear ones, share others’, and sometimes we become so passionate we try to give them new life in text, audio, or videos. Events are retold when sharing coffee before work starts, when an old hand mentors a rebellious youth, when a co-worker comforts another after getting torn apart by a boss, and when we try to slow our pulse after work with our loved ones.

Working class experiences of storytelling have not been taken seriously enough among these of us who try to organize and build a better society. On a human level, that world of storytelling is a deep mine of culture and struggle that all of us should seek to understand, grapple with, and participate in (particularly if we are motivated by the belief that everyday people are the ones to solve society’s ills). Even further though is the idea that the act of telling our tales of work and struggle can change people.

There is something powerful in the process of someone who participates in struggle finding a voice to their experiences.

Storytelling doesn’t happen after you think and feel, like printing a file from a computer. The act of telling a story is an act of reflection and thoughts. That is, stories don’t simply reflect what we think; telling a story creates new thoughts and changes old ones. We all have probably felt a shift that happens when we recount something to other people. When arguing with a lover, we come to see another angle in our actions when listening to ourselves putting what happened into words. Being disciplined, our memory of a work incident makes mistakes, and well-thought our moves appear in different light. There is something powerful in the process of someone who participates in struggle finding a voice to their experiences.

These stories involve both things that happened and how we put them into words. In transforming memories into being, there is an imaginative and emotional shirt that takes place. As readers, the sensation of a great work can transport us, fill us with strange feelings and motivations, and expand our view of the possible and necessary. Reframing the role of stories requires us seeing this process as both part of being an active participant in social struggles, and as a way to participate. The transformations in our ideas, emotions, and imagination that happen through stories open us space for deeper work. Finding one’s voice is an element in the journey to becoming a revolutionary.

The transformations in our ideas, emotions, and imagination that happen through stories open us space for deeper work. Finding one’s voice is an element in the journey to becoming a revolutionary. Scott Nappalos | IWW Member and one of the editors of „Lines of Work. Stories of Jobs and Resistance„.

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