Bericht: „Streiken bis zum Kommunismus?“ Seminar

on Januar 29, 2021 Aktuelles, Betriebsarbeit, International, Organizing with 0 comments
Streiken bis zum Kommunismus

Ein Rückblick auf unseren Workshop

Ihr fragt euch auch, warum die Weltrevolution immer noch nicht passiert ist? Warum wir als revolutionäre Organisation hinter unseren Möglichkeiten zurückbleiben? Und wie wir da potenziell rauskommen können?
Dann wäre unser zweigeteilter Workshop im November und Dezember „Streiken bis zum Kommunismus?“ etwas für euch gewesen! An zwei Tagen diskutierten wir auf der Grundlage unserer Beschlüsse von der Strategiekonferenz im Mai 2018 theoretische und praktische Aspekte unserer Betriebs- und Organizingarbeit. Von den 32 angemeldeten Personen nahmen am Ende knapp 20 teil.

Tag 1: Einführung in strategische Debatten und Lernen aus der Praxis

Am ersten Tag diskutierten wir anhand einer Arbeitskampfgeschichte der kanadischen Postgewerkschaft wie ausgehend von den eigenen Lebens- und Arbeitserfahrungen Gesellschaftsanalyse betrieben und wie daraus erfolgreiche Strategien entwickelt werden können. Im Anschluss daran widmeten wir uns den inhaltlichen Analysen und der Geschichte des italienischen Operaismus, der auch in Anlehnung an die historische IWW entstand. Speziell im Fokus stand hierbei die von den Operaist*innen entwickelte Methode der militanten Untersuchung , die wir in Form unseres 101 und 102 Organizing-Trainings als einen Teil unserer Praxis verstehen.
Um diese Stratgie an aktuellen Beispielen zu diskutieren, schalteten wir am Nachmittag Genoss*innen der Angry Workers aus West-London dazu. Mit ihnen sprachen wir über Schwierigkeiten bei Organisierungsprojekten, die Rolle von Organisationen wie der IWW, aber auch über die Grenzen und Chancen des Syndikalismus allgemein. Auch Themen wie die vergeschlechtlichte Arbeitsteilung, Feminismus und breitere Strategien der Arbeiter*innenklasse haben wir diskutiert.

Tag 2: Vertiefung und Diskussion um die revolutionäre Praxis

Am zweiten Workshoptag widmeten wir uns verschiedenen Vertiefungsgebieten, die wir uns mit Hilfe operaistischer Methoden anschauten. Darunter fiel der Themenkomplex Feminismus & Geschlechterverhältnisse, der technologische Angriff und das Konzept der Autonomie der Migration . Diese Vertiefungsgebiete begreifen wir  als verschiedene Seiten derselben Methode, die auch in unserer gewerkschaftlichen Praxis eine Rolle spielen. Denn unserer Meinung nach ist es möglich und notwendig, zwischen der eigenen Realität und den Erfahrungen anderer einen Bezug herzustellen. Daran anschließend diskutierten wir, ob wir – obwohl die IWW oft nur auf niedrigem Niveau erfolgreich ist – dennoch durch unsere Praxis des (betrieblichen) Organizings, durch das Öffnen von Räumen (wie Worker Centers) lokal und durch unsere Vernetzung als internationale Organisation revolutionäre Subjektivitäten mitgestalten kann und sogar Keimformen für neue gesellschaftliche Ansätze vorleben.
Es gilt für uns, die diskutierten Stränge weiter auszubilden und einen qualitativen Sprung in der Vernetzung und Entwicklung unserer bisherigen Ansätze und Handwerkszeuge vorantreiben.

Ausblick

Um aus der bisherigen Praxis zu lernen und Strategien weiter zu diskutieren, organisierten wir am am 30. Januar eine Arbeitskampfgeschichtenwerkstatt . Unsere Arbeitskampferfahrungen sollen dann weiter verbreitet und im Laufe des Jahres für ein größeres Projekt genutzt werden. Denn in Anlehnung an die „Your Job Your Union“-Kampagne aus Großbritannien wollen wir unsere Organizingpraxis weiterentwickeln!

Ein Rückblick auf unseren Workshop

Ihr fragt euch auch, warum die Weltrevolution immer noch nicht passiert ist? Warum wir als revolutionäre Organisation hinter unseren Möglichkeiten zurückbleiben? Und wie wir da potenziell rauskommen können?
Dann wäre unser zweigeteilter Workshop im November und Dezember „Streiken bis zum Kommunismus?“ etwas für euch gewesen! An zwei Tagen diskutierten wir auf der Grundlage unserer Beschlüsse von der Strategiekonferenz im Mai 2018 theoretische und praktische Aspekte unserer Betriebs- und Organizingarbeit. Von den 32 angemeldeten Personen nahmen am Ende knapp 20 teil.

Tag 1: Einführung in strategische Debatten und Lernen aus der Praxis

Am ersten Tag diskutierten wir anhand einer Arbeitskampfgeschichte der kanadischen Postgewerkschaft wie ausgehend von den eigenen Lebens- und Arbeitserfahrungen Gesellschaftsanalyse betrieben und wie daraus erfolgreiche Strategien entwickelt werden können. Im Anschluss daran widmeten wir uns den inhaltlichen Analysen und der Geschichte des italienischen Operaismus, der auch in Anlehnung an die historische IWW entstand. Speziell im Fokus stand hierbei die von den Operaist*innen entwickelte Methode der militanten Untersuchung , die wir in Form unseres 101 und 102 Organizing-Trainings als einen Teil unserer Praxis verstehen.
Um diese Stratgie an aktuellen Beispielen zu diskutieren, schalteten wir am Nachmittag Genoss*innen der Angry Workers aus West-London dazu. Mit ihnen sprachen wir über Schwierigkeiten bei Organisierungsprojekten, die Rolle von Organisationen wie der IWW, aber auch über die Grenzen und Chancen des Syndikalismus allgemein. Auch Themen wie die vergeschlechtlichte Arbeitsteilung, Feminismus und breitere Strategien der Arbeiter*innenklasse haben wir diskutiert.

Tag 2: Vertiefung und Diskussion um die revolutionäre Praxis

Am zweiten Workshoptag widmeten wir uns verschiedenen Vertiefungsgebieten, die wir uns mit Hilfe operaistischer Methoden anschauten. Darunter fiel der Themenkomplex Feminismus & Geschlechterverhältnisse, der technologische Angriff und das Konzept der Autonomie der Migration . Diese Vertiefungsgebiete begreifen wir  als verschiedene Anwendungsmöglichkeiten derselben Methode, die auch in unserer gewerkschaftlichen Praxis eine Rolle spielen. Denn unserer Meinung nach ist es möglich, zwischen der eigenen Realität und den Erfahrungen anderer einen Bezug herzustellen. Daran anschließend diskutierten wir, ob wir – obwohl die IWW oft nur auf niedrigem Niveau erfolgreich ist – dennoch durch unsere Praxis des (betrieblichen) Organizings, durch das Öffnen von Räumen (wie Worker Centers) lokal und durch unsere Vernetzung als internationale Organisation revolutionäre Subjektivitäten mitgestalten kann und sogar Keimformen für neue gesellschaftliche Ansätze vorleben.
Es gilt für uns, die diskutierten Stränge weiter auszubilden und einen qualitativen Sprung in der Vernetzung und Entwicklung unserer bisherigen Ansätze und Handwerkszeuge vorantreiben.

Ausblick

Um aus der bisherigen Praxis zu lernen und Strategien weiter zu diskutieren, organisierten wir am am 30. Januar eine Arbeitskampfgeschichtenwerkstatt . Unsere Arbeitskampferfahrungen sollen dann weiter verbreitet und im Laufe des Jahres für ein größeres Projekt genutzt werden. Denn in Anlehnung an die „Your Job Your Union“-Kampagne aus Großbritannien wollen wir unsere Organizingpraxis weiterentwickeln!

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