Industrial Workers of the World (IWW) im deutschsprachigen Raum

Ein Angriff auf Eine(n) ist ein Angriff auf Alle. Weltweit. Seit 1905. (Vorübergehende Homepage)

Über Uns

Die Industrial Workers of the World (IWW) (orig.: „IndustriearbeiterInnen der Welt“) sind eine ursprünglich aus den USA stammende Basisgewerkschaft. Basisgewerkschaft meint, dass die Mitglieder „an der Basis“ selbst entscheiden, nicht bezahlte hauptamtliche Gewerkschaftsfunktionäre und -funktionärinnen.

Es gibt zur Zeit in vielen Ländern Gruppen der IWW, die dabei sind, ein weltweites Netz solidarischer Verbindungen aufzubauen. Das sehen wir als notwendige Antwort auf die sogenannte Globalisierung, in der sich das Kapital weltweit organisiert, die ArbeiterInnen bislang aber noch nicht. Ein wichtiger Grundsatz lautet immer noch: „Ein Angriff auf Eine(n), ist ein Angriff auf Alle“. Wir wollen die Abschaffung des Lohnsystems. Das bedeutet: Wir wollen die Produktionsmittel in die Hände von ArbeiterInnen überführen und ein gutes Leben für alle.

Wir sind links, gehören aber zu keiner politischen Partei. Nicht nationalistisch, sondern antinational, gegen Sexismus, und für eine radikale Veränderung hin zur ökologischen Wirtschaftsweise. Unser Ziel ist es zunächst, zusammen mit anderen Bewegungen überall auf der Welt bessere Arbeitsbedingungen und Löhne zu erkämpfen, von denen die Menschen in Würde und ohne sich totzumachen leben können. Nicht nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz, nicht nur in Europa, sondern überall.

Der technische Wandel soll nicht für zusätzliche Hetze, sondern für mehr wirkliche Freizeit ohne Stress eingesetzt werden. Auch in China und anderen sog. Billiglohnländern. Wir wollen nicht, dass mit unterschiedlichen Lohnhöhendie ArbeiterInnen gegeneinander ausgespielt werden. Weil die Löhne in China niedriger sind, als hier, wollen wir nicht auf solche Bedingungen runtergedrückt werden. Sondern umgekehrt. Auch in Asien sollen die Menschen vernünftig leben und arbeiten können. Die sog. Sozialpartnerschaft als Prinzip lehnen wir ab. Wir wissen, dass die meisten bestehenden Gewerkschaften eng mit dem Regierungshandeln verbunden sind und in den vergangenen 20 Jahren einer Lohnsenkung nach der anderen, einer Arbeitsmarktreform nach der anderen scheinbar ratlos zugeschaut haben. Warum wurde kein Widerstand organisiert? Warum wurden in einem der reichsten Länder der Welt nicht die Arbeitszeiten gesenkt und die Löhne erhöht, wo doch Computertechnologien einen Großteil der Arbeit übernehmen können? Die Gewerkschaften sind nicht dazu da, sich über das Wohl von Großkonzernen und dem „Standort“ Sorgen zu machen.

Die IWW strebte 1905 bereits an, eine „One Big Union“ (Eine große Gewerkschaft für alle in der Welt) zu werden. Die jeweiligen Schritte, die nötig sind, um unsere Lage zu verbessern, werden nach den gleichen solidarischen Gedanken, aber dennoch von den ArbeiterInnen je nach Lage vor Ort entschieden. Unsere Mitgliedsbeiträge sind niedrig. Wie diese Beiträge ausgegeben werden, wird von den Mitgliedern selbst entschieden. Basisdemokratisch heißt selbstorganisiert.

Unsere Gewerkschaft organisiert sich global, weil wirklich tiefgreifende Veränderungen nur weltweit erkämpft werden können. Wir werden in Zukunft noch viel voneinander erfahren und lernen und das wird uns weiter bringen. Wir freuen uns, wenn ArbeiterInnen all ihre Fähigkeiten, Sprachkenntnisse und Erfahrungen aus Kämpfen einbringen.

Wenn du daran interessiert bist, mehr übber die IWW heraus zu finden oder Mitglied zu werden, komm gerne auf uns zu!

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